Die Wirklichkeit zu Gast im Leben

Unweigerlich muss ich an eine Situation in meiner Kindheit denken. Wenn ich, wie so oft, mein Essen nicht aufessen wollte, dann pflegte meine Mutter zu sagen: "Denk an die armen Kinder in Afrika, die nichts zu essen haben." Bei diesem Satz blieb mir meist der Kloß erst recht im Hals stecken, denn ich konnte das einfach nicht begreifen. Wäre es denn dann nicht erst recht besser mein Essen mit den hungernden Kindern in Afrika zu teilen, statt es mühevoll in mich hineinzustopfen - ohne Hunger oder Appetit? Wie sollte das den armen Kindern helfen? Und warum überhaupt bringt Ihnen niemand etwas zu essen?