Bedingungsloses Grundeinkommen aus Genderperspektive

Das Bedingungslose Grundeinkommen wurde in den letzten Jahren viel diskutiert, schaffte es aber im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland nie wirklich auf die politische Agenda. Durch die Corona Pandemie und den damit verbundenen Existenzängsten sowie durch Initiativen wie die des Vereins Mein Grundeinkommen ist das BGE mittlerweile auch in der gesellschaftlichen Breite in den Fokus gerückt.

Nun sollen auch in Deutschland die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens erforscht werden. Der Verein Mein Grundeinkommen, das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern und die Universität Köln planen eine Langzeitstudie, in der 120 Testpersonen über einen Zeitraum von drei Jahren ein Grundeinkommen von 1.200 € monatlich erhalten sollen. In kürzester Zeit haben sich eine Millionen Menschen für dieses spendenfinanzierte Projekt beworben.

Inwiefern aber würde sich die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens auf die Geschlechtergerechtigkeit auswirken? 

Wäre das Grundeinkommen vielleicht nur für die Menschen bedingungslos, die gleichzeitig noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen, während die Partnerin oder der Partner zu Hause unbezahlte Familien- und Care-Arbeit ausübt und dafür ein ziemlich klägliches Grundeinkommen bekommt, das dann wiederum alles andere als bedingungslos ist? 

Unser Wohlfahrtsstaat mit seinem Ernährermodell und Transferleistungen in private Haushalte hat in seiner Historie die Geschlechterungerechtigkeit befördert und auf der traditionellen Geschlechterordnung aufgebaut. Wenn man die Gendergerechtigkeit unter dem definierten Aspekt der Wahlfreiheit von Erwerbsarbeit und Reproduktionsarbeit betrachtet, dann besteht die Ungerechtigkeit nicht nur für Frauen, sondern dementsprechend natürlich auch für Männer. 

Auch die aktuellen Rollenbilder und die stereotype gesellschaftliche Vorstellung von der Rollenaufteilung von Frauen und Männern manifestieren die Geschlechterungerechtigkeit auf beiden Seiten. 

Dies führt nicht nur dazu, dass Frauen immer noch mehrheitlich in die Rolle gedrängt sind, unbezahlte Hausarbeiten zu verrichten, sondern es verhindert auch noch die gesellschaftliche Selbstverständlichkeit, dass Männer nicht nur über die Erwerbsarbeit definiert werden, obwohl Studien gezeigt haben, dass Männer diese Rolle auch gerne abschütteln würden, zumindest in der Theorie. 

Die Arbeit der Zukunft, unter dem Aspekt der Digitalisierung und Automatisierung, könnte die Ungerechtigkeit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt sogar noch erhöhen. Dieses Feld ist zwar aus der gendergerechten Perspektive noch wenig erforscht, aber nach ersten Analysen könnte dies erneute Nachteile für Frauen beim Gehaltsniveau und den Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt bedeuten. Dass diese Rahmenbedingungen für die Arbeit der Zukunft heute eher von Männern gestaltet werden, da diese sich zu deutlich größerem Anteil in Führungspositionen befinden, könnte die Position von Männern gegenüber Frauen noch weiter stärken. 

Droht eine Retraditionalisierung der Geschlechterrollen? Ein Blick in die Wissenschaft.

Auf diese beschriebenen Rahmenbedingungen würde die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens treffen und seinen Einfluss auf die Geschlechterdemokratie entfalten. 

In der wissenschaftlichen Literatur gibt es verschiedene Einschätzungen, ob die Auswirkungen die Geschlechtergleichheit nun fördern oder im Gegenteil eher die Ungleichheit festigen und erweitern könnten. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Thema wissenschaftlich noch nicht in großem Maße betrachtet wurde und auch in den öffentlichen Debatten bisher eher ausgeblendet wird. Ein Überblick soll helfen, die unterschiedlichen Positionen zum Grundeinkommen, bezogen auf die Geschlechterdemokratie, einzuordnen. 

Eine der ersten internationalen Veröffentlichungen zum Thema Grundeinkommen und Geschlechtergerechtigkeit aus genderspezifischer Analyse gab es bereits im Jahr 1989 vom Soziologen Tony Walter, der die Auswirkungen für Frauen recht einseitig als positiv erachtet. So würde es die soziale Anerkennung von unbezahlter Arbeit, die Stärkung der Autonomie von Frauen und die bessere Verhandlungsposition von Frauen innerhalb des Haushalts ermöglichen sowie die Ermutigung von Männern Hausarbeit zu übernehmen (vgl. Robeyns 2008, S. 1-2). 

Die Wohlfahrtsökonomin Ingrid Robeyns sieht dies später differenzierter und hält die Auswirkungen eines Grundeinkommens nicht pauschal für alle Frauen von Vorteil, „… yet that basic income cannot deliver gender justice since it will do nothing to destabilise the traditional gender division of labour …“ (Robeyns 2008, S. 2), was bedeutet, dass es die eigentlichen Probleme von Geschlechterungerechtigkeit nicht beheben kann (vgl. ebd. S. 2). 

Eine der umfangreichsten wissenschaftlichen Betrachtungen des Grundeinkommens aus Genderperspektive fand 2008 im internationalen Journal „Basic Income Studies“ statt. Darin haben sich sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Federführung von Ingrid Robeyns, deren Forschungsschwerpunkt das bedingungslose Grundeinkommen ist, mit den möglichen Auswirkungen auf die Geschlechterdemokratie beschäftigt. Die eine Hälfte der Wissenschaftler kommt zu dem Ergebnis, dass das bedingungslose Grundeinkommen endlich die Möglichkeit böte, unbezahlte Reproduktionsarbeit anzuerkennen und die geschlechterspezifische Arbeitsteilung zumindest in Frage zu stellen und damit die Geschlechtergerechtigkeit fördere. Die andere Hälfte vertritt die Ansicht, dass das Grundeinkommen keine positiven Auswirkungen auf die Geschlechtergerechtigkeit habe und diese sogar verschlechtern könnte, denn die Ursachen für Ungleichheit basieren auf der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung (Robeyns 2008, S. 1). 

So argumentiert beispielsweise die amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Barbara Bergmann, deren Hauptinteresse der geschlechtsspezifischen Rollenverteilung in der Wirtschaft gilt, gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen als wirksame Maßnahme zur Veränderung von Geschlechterarrangements. 

„However, measures that lead in that direction would be likely to reduce opportunities for women in the workplace, and would reinforce the cultural habits of assigning housework and child care to women. Implementing such measures would most likely lead, not to greater gender equality, but to its opposite“ (Bergmann 2008, S. 3). 

Als Basis betrachtet sie den schwedischen Wohlfahrtsstaat mit seinen umfangreichen meritorischen Gütern wie zum Beispiel Kinderbetreuung, Ausbildung, Gesundheitssystem und zielgerichtete Sozialhilfe. Ein pauschales Grundeinkommen könnte zur Folge haben, dass diese meritorischen Güter abgeschafft würden, aber andererseits nicht hoch genug wäre, um damit den Marktpreis dieser Güter zahlen zu können (vgl. Robeyns 2008, S. 3). 

Einer der Fürsprecher des bedingungslosen Grundeinkommens aus Genderperspektive ist der Sozialwissenschaftler John Baker. Er argumentiert, dass das Grundeinkommen den nicht kommerziellen und privaten Reproduktionsarbeiten Anerkennung verleihen und diese somit honorieren würde. Da die Kommodifizierung von Pflege- und Reproduktionsarbeiten aus humanitären und zwischenmenschlichen Gründen im privaten Bereich nur schwer funktionieren würde, könnte ein Grundeinkommen hier also unterstützen. Desweiteren würde ein Grundeinkommen an dieser Stelle die Diskussion um eine geschlechterspezifische Arbeitsteilung überhaupt anstoßen und diese in Frage stellen können (vgl. Baker 2008, S. 6). 

In dieser Sichtweise kommt es zwar durch ein Grundeinkommen zunächst nur zu einer Veränderung in einem Teilbereich der Geschlechtergerechtigkeit, dennoch wäre es denkbar, dass es durch die Thematisierung mittel- oder langfristig zu weiteren Verbesserungen kommt, nämlich dann, wenn es dazu führt, dass sich durch das in Frage stellen der geschlechterspezifischen Arbeitsteilung diese aufweicht. 

Eine ähnliche Perspektive nimmt die Wissenschaftlerin Jacqueline O ́Reilly in ihrem Beitrag im „International Journal of Basic Income Research“ ein. Sie erachtet ein Grundeinkommen als ein wichtiges Instrument für mehr Geschlechtergerechtigkeit, eine tatsächliche Verbesserung lasse sich aber nur durch einen neuen Geschlechtervertrag erreichen, der die Organisation von Erwerbs- und Fürsorgearbeit neu verhandelt (O ́Reilly 2008, S. 5). 

Ingrid Robeyns hält es für erforderlich, diese Debatten über mögliche Auswirkungen eines Grundeinkommens auf die Geschlechterdemokratie in die Öffentlichkeit zu bringen, denn nach der Einführung könnte es zu spät sein, um zu bemerken, dass es beispielsweise negative Auswirkungen auf geschlechtsspezifische Arbeitsteilung hat (Robeyns 2008, S. 4-5). 

Grundsätzlich lässt sich Ingrid Robeyns zu den Befürworterinnen eines bedingungslosen Grundeinkommens zählen, da es eine Strategie der Armutsbekämpfung bei einem Teil der Frauen sein könnte. Damit sei aber nicht das Hausfrauen-Modell oder die Reproduktion von Geschlechterrollen zu beheben. 

„A basic income will certainly not lead to more gender justice if it would not be complemented with other measures that redistribute care and unpaid workbetween women and men, challenge gender stereotypes and remove gender discriminationon the labour market“ (Robeyns 2010, S. 146). 

Empirische Studien von Robeyns erbrachten das Ergebnis, dass Frauen ein Grundeinkommen nutzen würden, um ihre Arbeitszeit zu verringern. Männer dagegen würden das Geld nutzen, um durch Weiterbildung ihre Karrierechance am Arbeitsmarkt zu verbessern. Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung würde sich so noch vergrößern, wobei es hier auch Unterschiede je nach Bildungsgrad gibt (Bütow 2010, S. 56-57). 

Robeyns sieht, der Argumentationslinie der zweiten Welle der Frauenbewegung in Europa folgend, die soziale Absicherung der Frauen als grundlegende Basis für soziale und politische Teilhabe. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre in diesem Sinne ein Parade-Instrument, denn es bietet diese finanzielle Unabhängigkeit. Allerdings ändere es nicht die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede und Arbeitsteilung. Langfristig gesehen könne es aber durch diese beschriebene Unabhängigkeit die Geschlechterdemokratie unterstützen (vgl. Robeyns 2001, S. 96). 

Ein wichtiges Merkmal der Geschlechtergerechtigkeit könne das bedingungslose Grundeinkommen aber schon unterstützen und verbessern, nämlich generell die Wahlfreiheit, ob Erwerbsarbeit oder Reproduktionsarbeit ausgeführt werden will. Und dies betrifft die Chancen für Männer und Frauen gleichermaßen (vgl. Robeyns 2001, S. 100). 

In Deutschland hat die Soziologin Dr. Irene Pimminger für die Friedrich- Ebert-Stiftung das bedingungslose Grundeinkommen mit Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit analysiert. Als Vorteil sieht sie auch lediglich die Verringerung des Armutsrisikos, besonders für Frauen. Das Grundeinkommen selber bewertet sie in seinen möglichen Auswirkungen zunächst als geschlechtsneutral. 

„Als geschlechtsneutrales Modell trifft das Grundeinkommen jedoch erst einmal auf die geschlechtsstrukturierte Realität“ (Pimminger 2008, S. 3). 

Und aufgrund dieser geschlechtsstukturierten Realität wäre zu befürchten, dass es durch den nicht mehr unbedingt bestehenden Zwang zur Erwerbsarbeit zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen kommt. Anzeichen, dass vermehrt Männer die Hausarbeit übernehmen würden, gäbe es nicht. Dagegen könnte es passieren, dass Frauen für noch geringeren Lohn lediglich als „Zuverdienerinnen“ erwerbstätig sind (ebd.) 

„Um zu verhindern, dass ein Grundeinkommen zu einer Alimentierung der geschlechtsbezogenen Arbeitsteilung gerät und Geschlechterungleichheit damit verstärkt, sind deshalb bestimmte Rahmenbedingungen notwendig“ (Pimminger 2008, S. 4). 

Notwendig seien hier beispielsweise die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit, sowie eine Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Frauen und Männern eine bessere Arbeitsaufteilung bietet, zusätzlich der Abbau von Lohnunterschieden und ausreichend Betreuungs- und Pflegeangebote (ebd.). Ein bedingungsloses Grundeinkommen alleine, ohne weitere Maßnahmen, würde nach Pimmingers Einschätzung keine Geschlechterungleichheit verbessern oder aufheben können. Zu ähnlichen Ergebnissen in ihrer umfangreichen Analyse „Soziale Sicherheit neu denken“ kommt auch die Sozialwissenschaftlerin Susann Worschech. 

Sie betrachtet die Chancen und Risiken eines Grundeinkommens für Männer und Frauen aus feministischer Perspektive. An der Debatte über die Auswirkungen eines Grundeinkommens kritisiert sie, dass diese entweder „gender-blind“ geführt wird, „… aber auch, dass die Debatte zu kurzfristig und nur auf das Stichwort Frauen bezogen geführt wird, anstatt aus einer umfassenderen Gender-Perspektive zu argumentieren“ (Worschech 2008, S. 40). 

Dies wäre aber nötig, um tatsächliche Veränderungen der Geschlechterverhältnisse und Auswirkungen auf die unterschiedlichen Gender-Rollen zu analysieren, besonders unter dem Aspekt, dass die Auswirkungen auf Männer und Frauen unterschiedlich sein würden. Außerdem fasst sie zusammen, dass die meisten Chancen für geschlechtergerechte Effekte des Grundeinkommens genauso gut auch Risiken sein könnten, dies ist der hypothetischen Annahme geschuldet. 

Erstens ist es zwar auf der einen Seite als Chance zu sehen, wenn der existentielle Zwang zur Arbeit wegfällt und in die Wahlfreiheit zwischen Erwerbs- und Familienarbeit ein großer Gewinn sein könnte, aber darin läge andererseits auch das Risiko für Frauen, vom Arbeitsmarkt verdrängt zu werden und in traditionelle Rollenmuster gedrängt zu werden. Dies würde auch die Einkommensunterschiede weiter vergrößern. 

Zweitens wäre die eigenständige Existenzsicherung eine Chance für die Geschlechtergerechtigkeit, auf der anderen Seite könnte dies mit einem Abbau anderer wichtiger Sozialstrukturen und Einrichtungen einhergehen.

Drittens könnte es ein positiver Effekt des Grundeinkommens sein, dass auf diese Weise eine monetäre Wertschätzung von Reproduktionstätigkeiten erreicht wird, das Risiko wäre aber gleichzeitig auch hier, dass sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung noch verfestigt (vgl. Worschech 2008, S. 40-45). 

Erkenntnisse aus der Wissenschaft – Pro und Contra.

Setzt man diese Annahmen aus der Wissenschaft über mögliche Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens in Bezug zu den vorherigen Analysen, so lassen sich folgende sieben Erkenntnisse über die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens auf die Geschlechterdemokratie zusammenführen: 

1. Positiv für ein bedingungsloses Grundeinkommen werden erstens die grundsätzliche Wahlfreiheit zwischen Erwerbsarbeit und Reproduktionsarbeit sowohl für Frauen als auch für Männer gesehen (Robeyns). Dies stellt die Basis der Geschlechtergerechtigkeit dar, die durch die beschriebenen Abhängigkeitsverhältnisse unter den aktuellen Rahmenbedingungen des Wohlfahrtsstaates nur schwer zu verwirklichen sind. Grundsätzlich wäre es bei einem existenzsichernden Grundeinkommen so, dass die soziale Sicherung und Absicherung nicht mehr an die Erwerbsarbeit gekoppelt ist und zumindest unter diesem finanziellen Aspekt die Geschlechtergerechtigkeit gefördert würde. Die Bedingungslosigkeit der „Transferleistung Grundeinkommen“ würde sich von den Transferleistungen der bisherigen Sozialpolitik und staatlichen Steuerungen in private Bereiche unterscheiden und entkoppelt von anderen Aspekten betrachtet hier eine Geschlechtergleichheit gewährleisten können. Daher könnte man das Grundeinkommen unter diesem Aspekt schon als mehr als nur „neutral“ beurteilen und als eine Chance für die Geschlechtergerechtigkeit ansehen. 

2. Die Ausgestaltung der Geschlechterverhältnisse im Wohlfahrtsstaat verlief nicht geschlechtsneutral, das Hausfrauenmodell sorgte für Nachteile bei den Frauen, denn trotz der Übernahme von umfangreichen Reproduktionsarbeiten fehlte die Möglichkeit der eigenen sozialen Absicherung. Diese Abhängigkeitsverhältnisse könnte das bedingungslose Grundeinkommen aufbrechen, da diese Transferleistung nicht an Erwerbsarbeit gekoppelt ist und geschlechtsneutral gewährt wird. Daher ist die Schlussfolgerung einer Verringerung des Armutsrisikos von Frauen, Stärkung der Autonomie sowie bessere Verhandlungspositionen von Frauen, wie sie Tony Walter beschreibt, nachvollziehbar und als positiv zu bewerten. 

3. Mehr Erwerbstätigkeit von Frauen bedeutet im Wohlfahrtsstaat nicht unbedingt mehr Gerechtigkeit, denn obwohl die Frauenerwerbstätigkeit steigt, handelt es sich zumeist um Teilzeitbeschäftigungen. Der Wohlfahrtsstaat lässt sich in einen weiblichen Teil und einen männlichen Teil, entlang der Arbeitsteilung, unterscheiden. Daher kann nach Ingrid Robeyns das bedingungslose Grundeinkommen auch keine Geschlechtergerechtigkeit liefern, denn das Hauptproblem bleibt die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen. Und nach ihren empirischen Studien würden Männer unter einem Grundeinkommen für ihre Karriere Weiterbildungen nutzen, während Frauen ihre Arbeitszeit für die Familie verringern würden. Demnach wären Männer unter den besonderen Rahmenbedingungen der Arbeit der Zukunft im Vorteil. Hier würde es dann auch nicht helfen, dass das Grundeinkommen grundsätzlich die Wahlfreiheit fördert, sofern Frauen und Männer unterschiedlich stark erwerbstätig sind und Männer zusätzlich bessere Möglichkeiten haben sich durch Weiterbildung für die Berufe der Zukunft zu qualifizieren. 

4. Viertens wird die Vermutung angestellt (Walter), dass das Grundeinkommen eine Ermutigung für Männer sein könnte, mehr unbezahlte Hausarbeiten zu übernehmen. Sieht man dies unter dem Aspekt der aufgezeigten Studien, dass Männer dies ohnehin tun möchten, aber gesellschaftliche stereotype Rollenbilder dominieren, die den Mann in der Rolle des Ernährers sehen, dürfte eine Ermutigung wohl nicht ausreichen, um die traditionelle Arbeitsteilung aufzubrechen. In der reinen Vorstellung finden sowohl Männer als auch Frauen gerechte Aufteilung wichtig. In der Praxis sind traditionelle Rollenmuster weiterhin stabil und existent. Diese Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit konnte auch eine Veränderung in der Verteilung der Erwerbsarbeit nicht abbauen, denn die Ungleichheit bei den privaten Zuständigkeiten ist auch weiterhin vorhanden, selbst wenn die Frau erwerbstätig ist.

5. Fünftens wird als negativer Effekt eines bedingungslosen Grundeinkommens die Retraditionalisierung der Geschlechterrollen und damit die Manifestierung der Geschlechterungerechtigkeit befürchtet (Bergmann/Pimminger/Worschech). Um dies zu verhindern wäre beispielsweise die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit sowie eine Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Frauen und Männern eine bessere Arbeitsaufteilung bietet, notwendig. Eine Flexibilisierung der Arbeitswelt geht aber auch mit einer zunehmenden Einforderung von Flexibilität einher, die von Männern mehr als von Frauen eingebracht werden kann. Zusätzlich zeigten die ersten Studien, dass typische Frauenberufe einem größeren Risiko der Automatisierung unterliegen und fortbestehende Berufe oder Tätigkeiten schlechter bezahlt sind. MINT-Berufe beispielsweise, die in der digitalen Arbeitswelt Zukunft haben und eher gut bezahlt sind, werden noch wenig von Frauen erlernt und ausgeführt. Dies könnte dazu führen, dass Frauen es unter diesen Bedingungen noch schwerer haben werden einen Job zu finden, besonders einen der gut bezahlt ist, was die Lohnlücke erweitern könnte. Bei der partnerschaftlichen Abwägung, wer dann zum bedingungslosen Grundeinkommen hinzuverdienen wird, könnte dieser Ausblick dann tatsächlich erneut dazu führen, dass das ohnehin in Deutschland noch stark ausgeprägte Male-Breadwinner-Modell wiederbelebt wird. Würde sich also die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern durch die Digitalisierung wieder vergrößern und zusätzlich typische Frauenberufe wegfallen, könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen das Hausfrauenmodell neu befördern. 

Das Risiko für Frauen, vom Arbeitsmarkt verdrängt zu werden und in traditionelle Rollenmuster gedrängt zu werden, ist durchaus gegeben, wie die Studien zur digitalen Arbeitswelt gezeigt haben. 

6. Sechstens wird als positiver Aspekt des bedingungslosen Grundeinkommens die soziale und finanzielle Anerkennung von Reproduktionsarbeit gesehen (Baker). Für die Geschlechtergerechtigkeit wäre genau dieser Aspekt allerdings negativ, denn wenn das Grundeinkommen beispielsweise für Männer, die keine Hausarbeit ausführen bedingungslos wäre, aber für Frauen an der Bedingung der Hausarbeit gekoppelt wäre, bedeutet dies eine deutliche Geschlechterungleichheit. Dies würde allerdings umgekehrt auch auf Männer zutreffen, wenn sie die privaten Tätigkeiten ausführen, die Analysen zeigten aber, dass Frauen vermehrt betroffen sind und sich zudem die Arbeitswelt der Zukunft eher zum Nachteil für Frauen entwickeln könnte. Die Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommen sind daher vermutlich eng verbunden mit der Gestaltung der Digitalisierung auf dem Arbeitsmarkt.

7. Die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern hat sich als ein Hauptproblem für Geschlechterungerechtigkeit herausgestellt. Die Annahme, dass das bedingungslose Grundeinkommen diese geschlechtsspezifische Aufteilung in Frage stellen könnte, um so die manifestierten Rollenbilder langfristig aufzuweichen, ist nach den dargestellten Analysen nicht unbedingt belegbar. So könnte es aber ein positiver Effekt sein, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen überhaupt die Frage der traditionellen Arbeitsteilung anstoßen könnte (Baker), sodass langfristig ein neuer Geschlechtervertrag mit der Neuverhandlung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit entstehen könnte (Baker/O ́Reilly). Auch in dieser Sicht könnte das Grundeinkommen selbst keine Geschlechtergerechtigkeit herstellen, aber eventuell eine Basis sein, auf der die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung neu verhandelt werden könnte. 

Weitgehende Verhaltensstarre, trotz verbaler Aufgeschlossenheit

Ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit ist wohl die Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit. In der reinen Vorstellung finden Frauen und auch Männer die gerechte Arbeitsaufteilung wichtig. In der Praxis sind traditionelle Rollenmuster weiterhin stabil und existent. Ulrich Beck bezeichnete dies in diesem Zusammenhang treffend als weitgehende Verhaltensstarre, trotz verbaler Aufgeschlossenheit.

Die in der Gesellschaft fest eingeschriebenen stereotypen Rollenbilder und das in Deutschland besonders stark ausgeprägte „Hausfrauenmodell“ erschweren es, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung trotz sozialer Absicherung aufzubrechen.

Und auf der anderen Seite könnte sich sogar eine neue Koppelung ergeben, nämlich die des bedingungslosen Grundeinkommens an die Tätigkeit der privaten Reproduktionsarbeiten bei denjenigen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Nur für diejenigen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen und davon profitieren, dass beispielsweise die Partnerin oder der Partner die Reproduktionsarbeiten übernehmen, wäre das Grundeinkommen tatsächlich bedingungslos. Dass dies besonders für Frauen eine Verschlechterung bedeutet und nicht, wie in den theoretischen Analysen vermutet, eine Anerkennung von Reproduktionsarbeiten mit sich bringt, lassen auch die empirischen Eindrücke erkennen. Man könnte es durchaus als freundlich verpackte Retraditionalisierung bezeichnen, was wiederum ein großes Risiko für die Geschlechtergerechtigkeit wäre.

Geschlechtergerechtigkeit bedeutet, dass die Freiheit besteht, das Lebensmodell frei zu wählen, und eben nicht, dass eher unfreiwillig getroffene Lebensmodelle wenigstens in Form eines Grundeinkommens bezahlt werden. Das wäre zwar eine Anerkennung, auch eine wichtige Existenzsicherung, aber keine Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit.

Ein BGE könnte die Retraditionlaisierung der Geschlechterrollen befördern

Mangelnde Vereinbarkeit und Zeitmangel führen dazu, dass als Lebensmodell geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen gewählt werden oder sich zumindest so ergeben. Eine egalitäre Aufteilung unter einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre also nur wahrscheinlich, wenn sich in der Arbeitswelt Lohnlücken zwischen den Geschlechtern verringern und gleiche Aufstiegschancen bestehen. Wie Studien zur Arbeit der Zukunft gezeigt haben, ist dies aber gerade nicht zu vermuten, viel wahrscheinlicher ist es, dass gerade Frauenberufe vermehrt von Digitalisierung betroffen sein werden und sich der Gender Pay Gap noch vergrößert. Die Existenzsicherung, die ein bedingungsloses Grundeinkommen garantiert und die von Frauen und Männern als positiv empfunden wird, könnte einer geschlechtergerechten Arbeitsteilung so zusätzlich entgegenstehen.

Das bedingungslose Grundeinkommen würde demnach für die generelle Existenzsicherung einiges verbessern, bezogen auf die Geschlechtergerechtigkeit, besonders unter den Rahmenbedingungen der Zukunft, könnte es aber die Retraditionalisierung der Geschlechterordnung befördern.

Als größte Chance stellt sich dar, dass Frauen durch ein geringeres Armutsrisiko eine bessere Verhandlungsposition erreichen könnten, um neue Aushandlungsprozesse zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung langfristig zu führen und zu gestalten.

Es zeigt sich, dass die Debatte über ein bedingungsloses Grundeinkommen besonders auch aus genderorientierter Perspektive geführt werden müsste, um den beschriebenen negativen Auswirkungen auf die Geschlechtergerechtigkeit entgegenwirken zu können. Dazu müssen die Gesellschaftsmitglieder aber überhaupt wissen, welche Auswirkungen eine veränderte Sozialpolitik auf das soziale Zusammenleben und die Geschlechtergerechtigkeit haben kann, denn diese gehen über rein finanzielle Aspekte weit hinaus.

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